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Sandland

21.08.2010

Sæby – Frederikshavn – Hirtshals – ca. 8 km vor Lønstrup

101 km

Nein, wir sind doch nicht nach Skagen gefahren. Der ganze Verkehr, der ans dänische ‘Nordkap’ rollte, hat uns davor bewahrt.

Ein Tag der Wetterextreme: Regen, kräftiger Wind und nachmittags sehr sonnig. Morgens ging es erst einmal nordwärts, immer an einer vielbefahrenen Straße entlang, die kurz vor Frederikshavn zur Autobahn mutierte. Gegenüber der Autobahn vor Göteborg allerdings ein lauschiges Sträßchen. Das Wetter höchst unfreundlich: der Himmel dunkelgrau und immer kurz vor dem Auslaufen. Den Wind hatten wir immer noch im Rücken, was die hässliche Straßenetappe wenigstens beschleunigte.

In Frederikshavn war man dann schnell drin, und nach einem Blick auf die großen Pötte im Hafen schnell wieder draußen. Das Wetter lud nicht zu einer größeren Besichtigung ein. Danach standen weitere 15 km an der gleichen stark befahrenen Straße zuvor, den Autbahnstatus hatte sie allerdings verloren.

Um die unschöne Strecke noch zu verschönern, fing es irgendwann an, kräftig zu regnen. Regenzeug an, und weiter. Zum Glück mussten wir nicht weit, in Jerup lud eine Bageri zu Kaffee und süßem Gebäck ein. Bis die megakalorienreiche Schoko-Pudding-Schnecke zum Kaffee vertilgt war, hatte es zum Glück auch schon wieder aufgehört.

Weiter ging es Richtung Skagen. Dieses Etappenziel hätte einen Abstecher bedeutet: 15 hin und auf der selben Strecke wieder zurück. Wir sparten uns das und bogen am Verbindungspunkt der Ostküstenroute mit der Westküstenroute ab. Nur kurz danach kam man ganz in die Nähe von Råbjerg Mile, einer beeindruckend großen Wanderdüne. Hier pausierten wir und erkundeten den Sandberg zu Fuß – sehr beeindruckend! Der Sand ist zum Teil ganz hart, und wenn man im Wind steht, werden die unbekleideten Radlerbeine förmlich gesandstrahlt. Auf diese Art und Weise wird nach und nach die ganze Düne nach Osten geblasen, man rechnet damit, dass sie im Jahr 2230 den Kattegat erreicht.

rabjergmile

Wandernder Sand schwappt über das Land

Jetzt ging die Route nach Westen weiter und die Strecke wurde sehr schön. Man fuhr oft direkt hinter den Dünen, oft im Wald, der als Schutz vor dem sandigen Wind gepflanzt wird. Lange Strecken sind autofrei, auf Schotterwegen zwar, aber im allgemeinen gut zu fahren. Wir hatten heute nur sehr viele Pfützen und Radler und Equipment waren nach kurzer Zeit erheblich verschlammt. Der Wald machte auch den kräftigen Westwind sehr erträglich, den hatten wir nämlich jetzt direkt von vorne.

In Hirtshals, an der ‘Ecke’, gab es noch mal eine Kaffeepause mit Pfannkuchen, Softeis und Erdbeermarmelade. So süße Sachen können sie gut, die Dänen! Jetzt ging es wieder südwärts weiter. Wir deckten uns in einem Lädelchen am Strand mit Proviant fürs Abendessen ein, weil wir herausgefunden hatten, dass kurz vorLønstrup ein ‘Naturzeltplatz’ sein sollte. Da in Dänemark wild zelten nicht erlaubt ist, gibt es hin und wieder dafür solche Plätze, mit Plumpsklo, Feuerstelle, Windschutzhütten und manchmal sogar Wasser, wie in unserem Fall. Trotzdem hat man hier ein wenig 3G und ich konnte den Tag bloggen!

biwak

Naturlagerplatz mit Biwakhüttchen kurz vor Lønstrup

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