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Hej då!

18.08.2010

Åsa – Varberg

34 km

Von der schwedischen Strecke war heute nicht mehr viel übrig. Dafür hatten wir Glück mit dem Wetter und dieser Streckenabschnitt stellte sich als besonders schön heraus. Deswegen: tschüss, Schweden, es war kurz, aber sehr nett hier, oder ‘Hej då!’, wie man hier sagt.

Der größte Wechsel war heute morgen beim Wetter festzustellen: die Sonne wagte sich wieder ganz deutlich heraus, dafür hatte der Wind gedreht, zwar nicht ganz Gegenwind, aber doch ziemlich störend, wenn auch nicht in der Stärke wie die letzten Tage. Also nicht mehr mit 30 Sachen den Radweg entlang heizen. Aber wir hatten ja auch nur noch eine kleine Etappe und konnten uns alle Zeit der Welt lassen.

Und die war nicht zuletzt wegen des Sonnenscheins ein Genuss. Immer wieder fuhr man direkt am Meer entlang. Das Land wird hier ziemlich flach, die Felsenküste öffnet sich und es gibt mehr und mehr lange Sandstrände. Extrem gut beschildert, nie kam ein wirklicher Zweifel über den Streckenverlauf auf. Immer auf eigenen, meist sehr schön asphaltierten Wegen. Ein gutes Stück der Strecke führte wieder einmal auf einer ehemaligen Bahnstrecke entlang – offensichtlich hat man die Küstenstrecke neu trassiert und wenige Meter neben der alten Trasse gebaut.

vorvarberg

Die letzten 40 km vor Varberg - ein sehr schöner Streckenabschnitt mit viel Nordsee!

Kurz vor Varberg entdeckten wir ein sehr nettes Bed-and-Breakfast mit Café in einer ehemaligen Schmiede. Alles wunderbar renoviert und dekoriert. In der Gaststube steht noch der alte Schmiedeofen und in der Ecke an der Werkbank kann man förmlich den Lärm der früheren harten Arbeit hören. Hier gönnten wir uns eine schöne lange Pause.

Danach war Varberg schnell erreicht. Nach dem Ticketkauf für die Fähre stellten wir unsere Räder bei der Tourist Information ab und vertrieben uns die Zeit zu Fuß. Varberg selbst ist – ähnlich wie Kungsbacka – nicht unbedingt der wahnsinnige touristische Renner, allerdings gibt es in Varberg eine große Festungsanlage. Diese ist recht sehenswert, sowohl die Anlage selbst als auch die Gebäude, in denen verschiedene Museen untergebracht sind. Varberg ist nämlich eine Stadt mit großer Fahrrad-Vergangenheit: Hier wurden Räder der schwedischen Marke ‘Monark’ und später ‘Crescent’ hergestellt, die bekanntesten schwedischen Fahrräder. Man sieht sie allenthalben in schwedischen Fahrradständern. Und hierzu gibt es ein Fahrradmuseum, das wir uns anschauten – absolut einen Besuch wert. Und auch nicht zuletzt deswegen, weil am Nachmittag wieder einige heftige Wolkenbrüche über uns hinweg zogen: Sturzbäche sehen von innen durch ein Fenster betrachtet einfach wesentlich entspannter aus als auf dem Rad sitzend…

cykelsemester

Fahrradurlaub vor 50 Jahren - Low-Tech!

Noch ein wenig üblicher städtischer Zeitvertreib mit ein ganz klein bisschen Shopping, Café, etwas zum Essen organisieren und dann warteten wir auch schon darauf, dass man uns auf die Fähre ließ. Nicht lange vor Mitternacht werden wir in Dänemark ankommen, dort hatten wir aber ein hafennahes Hotel gefunden, telefonisch ein Zimmer gebucht und hoffentlich klappt der Bezug des versprochenen Zimmers dort.

One Comment leave one →
  1. 19.08.2010 18:30

    Gruß nach Dänemark:-)) aus Berlin
    LG Doreen

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