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Inselhüpfen

16.08.2010
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Lysekil – Ellös – Varekil – Kungälv

99 km

Eine schöne Etappe über eine Insel nach der anderen. Fähre fahren und Brücken in rekordverdächtiger Anzahl. Leider hat uns das Wetterglück etwas verlassen: den ganzen Tag fast dunkelgrau und zwischendrin Regen.

Die Etappe begann nach gutem Frühstück bei den ‘Strandflickorna’ (Strandmädels, so nennen sich die Hotel- und Vandrarhemseignerinnen) mit einer Bootsfahrt. Der Wind hatte nicht wirklich nachgelassen und pfiff uns ganz schön um die Ohren, als wir am Hafen im Windschutz eines Schildes auf das sich nähernde Bötchen warteten. Auf der anderen Seite des ‘größeren Beckens’ bei Lysekil liegen einige Inseln, entweder durch Brücken, Dämme oder die typischen gelben schwedischen Fähren verbunden.

fiskebaeckskil

Annäherung an Fiskebäckskil auf der ersten Insel heute mit dem Bötchen

Auf ganz ruhigen Sträßchen zogen wir dann in größeren Bogen über die Inseln. Sehr ruhig ist das dort, der große Verkehr findet zum Glück weiter im Landesinneren statt. Etwas welliger war das hier als gestern, der Schnellstraßencharakter gestriger Landstraßen war hier aber auch gar nicht mehr zu finden, aber gut so. Sehr lauschig ist das auf diesen Inseln: man fährt zwischen den Bohuslän-typischen rötlichen Felsen daher, dazwischen kleine Ansiedlungen bunter Häuschen, ein bisschen Feld und Wiese und immer mal wieder ein Stückchen Wald. Und da die Inseln nicht sehr groß sind, ist man immer wieder am Meer und blickt auf die zahlreichen weiteren Schären und Schärchen hinaus. Und lustigerweise kreuzten wir immer wieder unsere Seekajaktour, die wir vor vier Jahren hier gemacht hatten.

Schade, dass sich der Himmel heute meistens sehr duster in recht dunklem Grau hielt. Und natürlich kam aus diesem Himmel, was kommen musste: nach einigem ignorierfähigem Rumgetröpfel machte es doch ernst mit Regnen, so dass Regenzeug anziehen angesagt war.

Gottseidank war sowieso ein Ort in der Nähe mit einem Restaurant in leicht verblichener Raststättenatmosphäre. Hier ließen wir uns zur Mittagspause nieder und hatten ein ‘Dagens Rätt’ – ein typisches schwedisches Mittagessen: Getränke und Kaffee inklusive, immer mit Salat und Brot dabei, zum Komplettpreis, der meistens ziemlich günstig ist.

Danach hatte es nachgelassen und hörte wenig später sogar ganz auf zu regnen. Die letzte der Inseln, Tjörn, stand noch auf dem Programm und vor allem die ‘Tjörnbroarna’, also die Reihe von Brücken, die Tjörn mit dem Festland verbinden. Schon kurz vorher war es auch vorbei mit der Ruhe gewesen: ein paar Kilometer mussten wir auf der engen, aber stark befahrenen Landstraße zurücklegen – der Verkehr konzentriert sich natürlich auf diese Brücken hin. Auf der großen Tjörnbrücke war denn auch autobahnähnlich viel Verkehr, zum Glück gab es hier einen Fahrradweg an der Seite.

tjoernbro

Mal wieder imposante Brückenbauwerke - die größte der Tjörnbrücken

Nach der letzten Brücke ein Tunnel. Die Fahrradfahrer durften außenrum. Und siehe da, Stefan hatte auf der Fahrt ein Paar aus dem Hotzenwald kennen gelernt, genau an dieser Stelle kamen sie uns entgegen. Sie hatten schon am ersten Tag richtiges Pannenpech gehabt: ein Pedal war abgebrochen, so dass sie am Sonntag noch mal nach Kungälv zurück mussten und heute erst sehr spät von dort loskamen.

In der Gegend von Stenungsund dann höllisch viel Verkehr und viel Industrie. Man dachte schon, dass jetzt der Großraum Göteborg angefangen hat und es mit der Ruhe für die nächsten 40 km vorbei sei. Aber bald führte die Route noch einmal auf einer recht ruhigen Landstraße entlang, mehr oder weniger parallel zur Autobahn, war wohl die alte Verbindungsstraße. Mit oft recht guter Unterstützung durch den Wind von hinten erreichten wir doch noch Kungälv, schon wieder eine ziemlich lange Etappe. Hier soind wir nun wieder im Vandrarhem, wo wir vor 4 Jahren nach unserer Paddeltour schon einmal waren.

One Comment leave one →
  1. 16.08.2010 21:00

    You had very bad luck at Risor and I was delayed there also but only for one day. The ferry does not run at weekends. I am still following your blog and you are doing well. Say “Hi” to Stefan.

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