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Abgestiegen

6.08.2010

Brusand – Egersund – Sokndal - Bakkaåno Camping

66 km

Nicht wirklich mein bester Tag heute. Eher der blödeste.

Relativ spät rollte ich heute morgen weiter, hatte es doch noch geregnet und ich kroch deswegen etwas später als üblich aus meinem Schlafsack. Bis dann gefrühstückt und alles halbwegs trocken zusammen gepackt war, war es halb zehn, bis ich auf der Piste war. Nach wenigen Kilometern Radweg oder Straße wurde man vom Routenmanagement offraod geschickt. Zunächst ein gefälliges Schottersträßchen, natürlich leicht aufgeweicht von dem kräftigen Regen der Nacht, war ziemlich schnell Schluss mit lustig.

Für einen Wanderweg war dieser Weg ja gut ausgebaut, der leicht krümelige Schotter wäre auch erträglich gewesen, wäre das Profil nicht so radelunfreundlich wie noch nie gewesen. Extrem steil ging es Felsen für Felsen hinauf, zwischendrin natürlich auch immer wieder enau so steil auf der anderen Seite des Felsens herunter. Die meisten Anstiege waren so steil, dass ich mit Mühe und Not hochschieben konnte. Die Steilpassagen waren asphaltiert, allerdings außer zwei Spuren war der Asphalt meistens ebenfalls ordentlich zerkrümelt. Beim Schieben konnte man sich aussuchen, ob das Fahrrad in den Krümeln rutscht oder man selbst, beim Versuch, nach oben zu kommen.

felsenmeer

Auf der Offroadstrecke

Bergab war natürlich einfacher. Wobei der Schotter und die Asphaltkrümel für ordentlich Adrenalin sorgten. Man musste natürlich trotz dieser Steilstücke auch noch um die Kurve, haarig, haarig! Und irgendwann war es dann so weit: Im Scheitelpunkt zwischen Wand herunter, Wand wieder rauf eine sandkastenähnliche Situation. Ich verlor die Beherrschung über mein Gerät, woraufhin es mich auf den Schotterweg abwarf.

Da saß ich denn erst mal ein paar Minuten und habe meine Wut über diesen Drecksweg herausgeheult. Dann wieder alles zusammen sammeln, Ross und Reiter waren weitestgehend ok. Noch einige Kilometer meist schiebend kam ich ohne weitere Ereignisse wieder an die schön ausgebaute, relativ wenig befahrene Straße nach Egersund. Auf der Karte sah ich weitere Off-Road-Elemente, auf die ich dankend verzichtete und die Straße nahm. In der ganzen Hektik fuhr ich zunächst mal 2 km in die falsche Richtung, aber das war dann auch egal.

So hatte ich gegen 12:00 erst 30 km hinter mir gelassen und kam nach Egersund. Hier gönnte ich mir in der hübschen Altstadt ein gutes Mittagessen. Die Routenplanung wurde geändert: ich wollte eigentlich heute bis Flekkefjord kommen, das wären aber noch an die 80 km ziemlich profilierte Kilometer gewesen, und es war ja schon relativ spät. Also Hauge, bzw. Sokndal.

Die zweite Häfte des Tages war dann relativ angenehm: zum Teil ging es wieder auf der Landstraße 44 entlang, eine fast reine Touristenroute, wo fast immer Tempo 60 geboten ist. Nach der Hälfte kam ein küstennaher Abstecher, allerdings auf der Karte als normale Straße verzeichnet, deswegen zwar ab und zu sehr steil, aber gut fahrbar. Und wirklich lohnenswert, das war meiner Ansicht nach der schönste Abschnitt in Norwegen bisher!

fjord

Norwegen versuchte mich am Nachmittag zu versöhnen mit schönem Wetter und wunderschönen Ansichten.

Jetzt bin ich wieder auf einem schönen Campingplatz, gerade sind noch zwei Tourenradler angerollt, die genau die Etappe hinter sich haben, die ich eigentlich morgen machen möchte. Aufgrund ihrer Erzählungen werde ich wohl umdisponieren…

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