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Zurück auf den Kontinent

31.07.2010

Scousburgh – Sumburgh Airport – (Flug) – Bergen Airport – Bergen

40 km

Regnerisch verabschiedeten mich die Shetlands, und genau so empfing mich Norwegen.

Der Blick aus dem Fenster am Morgen ließ für die verbleibenden 10 km zum Flughafen nur eine Bekleidungsstrategie zu: komplette Regenmontur. Im Frühstücksraum kam ich mit Barbara und Jogi aus Bremen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass sie auch zum Flughafen mussten, ihr Flieger nach Edinburgh ging 10 min nach meinem. Als ich abfahrbereit vor dem Hotel stand, war auch Barbara dort und ich entschied spontan, um Gepäckmitnahme zu bitten, waren doch in den 10 km zum Flughafen zwei nennenswerte Bergwertungen enthalten. Klar nahmen sie mein Gerödel mit, und um einiges beschwingter startete ich in den mit Wasserschwaden geschwängerten Gegenwind.

sum

Sumburgh Airport - etwa so groß wie Friedrichshafen, aber deutlich weniger los

Noch einmal durfte ich über die Start- und Landebahn rollen. Musste, eigentlich, weil man von dort noch kilometerweit um das ganze Gelände zum Terminal herumfahren durfte, was eigentlich viel kürzer sein könnte, gemein für Radler. Natürlich auch hier ein Hügelchen dabei.

Am Flughafen waren Barbara & Jogi mit meinem Gepäck schon da, sie hatten es gleich praktischerweise auf einen Trolley getürmt. Ich machte mich gleich an die Arbeit, das Rad für den Flug vorzubereiten: Pedale ab, Lenker in Radrichtung drehen, alle losen Gegenstände ab, nur Badger blieb am Lenker, er hat da ja ein festes Plätzchen. Und dann natürlich alle Einzelstücke in die Taschen sortieren, so dass am Ende möglichst wenig Gepäckstücke übrig bleiben.

Beim Check-In bekam ich zwei große Plastiktüten, in die ich mit Hilfe von Barbara das Rad einpackte. Am Security-Schalter bestand man dann darauf, dass ich Luft aus den Reifen lasse – dieser Mythos der im Flugzeug platzenden Reifen hält sich zäh. Außerdem musst ich die Tasche mit dem Kocher auspacken – sah wohl alles sehr verdächtig aus. Kleiner Flughafen, die machen ihre Arbeit ordentlich da😉

Der Flug mit der kleinen Saab 340 war wenig außergewöhnlich. In Bergen dann das ganze umgekehrt – nachdem ich eine ganze Weile warten musste, bis mein Gepäck da war und endlich Rad hereingetragen wurde. Immerhin war die ganze Menschenmasse schon weg und ich konnte mich in der Gepäckhalle ausbreiten und alles wieder an seinen Platz montieren und sortieren.

Dann die nächste spannende Frage: wie komme ich nach Bergen downtown? Zunächst verkehrstechnisch völlig überfordert – ich musste jetzt ja auch wieder rechts fahren – und zwischenzeitlich auf einer vierspurigen Straße entdeckte ich den Radweg und den Zugang zu letzterem. Und tatsächlich war das im wesentlichen ein sehr guter, verkehrsfreier Weg, hin und wieder sogar ein Schild und nur zweimal kam ich von der Radroute ab, weil an diesen Stellen wirklich ein Schild notwendig gewesen wäre. In der Innenstadt war die Radwegführung wieder nicht wirklich klar, aber über Gehwege fand ich das Zentrum dann.

bergen

In Bergen, auf dem Weg zur Jugendherberge. Da war noch alles flach.

Nach verschiedenen organisatorischen Gängen – Kartenmaterial, Touristeninfo (ich hatte zwar ein Bett im Hostel gebucht, aber wusste nicht, wo das war) und Suche nach mobiler Prepaid-Datenkarte machte ich mich auf den Weg in die Jugendherberge. In der Touristeninfo meinten sie schon, dass diese etwas außerhalb läge. Was sie nicht erwähnten, war die Tatsache, dass man hier 180 m über der Innenstadt logiert. Natürlich regnete es auch wieder kräftig und so bedeutete das noch ein gutes Stück Arbeit bis zur Ankunft. Die Sicht (soviel davon bei diesem Wetter übrig war) ist auf jeden Fall fantastisch und das Hostel trotz der vielen Gäste sehr angenehm.

3 Comments leave one →
  1. 2.08.2010 10:55

    Jugendherbergen liegen IMMER oben auf dem Berg. Denk nur an Essen-Werden! Einzige Ausnhame ist Friedrichshafen, aber dort wirst Du vermutlich nie übernachten.
    Und überhaupt: Jetzt nachdem Du über die Hälfte schon hast, hör mal auf über die Bergwertungen zu jammern. Das machst Du doch mit einem Pedal!

    • 2.08.2010 11:11

      Also wenn die JuHe in Bergen nicht umgezoegn ist, dann hat man aus dem Frühstücksraum einen sensationellen Blick durch die Regenschwaden hindurch auf die Stadt. Da lohnt sich der kurze Anstieg auf alle Fälle!

  2. Die andere Ute permalink
    31.07.2010 20:14

    Hi,
    du wirst noch vieeele Bergwertungen haben auf den nächsten paar hundert Kilometern. Eigentlich sind nur die Fährfahrten ohne…. Aber im Wohnmobil ging das dann doch etwas leichter😉
    Und: In Bergen regnet es an 260 Tagen im Jahr (oder so).
    Uns haben übrigens die schwarzen glatten Felsen hinter (vielleicht war es auch vor, aus deiner Richtungn kommend) Flekkefjord besonders gut gefallen. Da es aber in STrömen gegossen hat, haben wir nicht einmal ein Foto gemacht, stattdessen da einen Koffer stehen lassen. Vielleicht kannst du das mit dem Foto ja für mich erledigen?
    Wusste übrigens gar nicht, dass du einen Kocher dabei hattest. So richtig sparsam warst du also noch nicht… Jedenfalls habe ich noch nichts von Spaghetti auf dem Kocher gelesen.
    Viel Spaß in diesem wunderschönen Land wünsche ich dir!

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