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Am Nordende

26.07.2010

Tongue – Bettyhill – Thurso

72 km

Die Highlands-Kulisse setzte sich heute morgen fort. Das Profil der Strecke würde heute aber etwas anders sein: war gestern im wesentlichen ein langer Aufstieg, eine Hochebene und ein Absturz über die Kante auf Meeresniveau im Programm, so entsprach das Profil heute im wesentlichen einigen aneinander gereihten ‘M’s. Immer wieder ging es von der Küste auf die Hochebene herauf, um wieder an einem Ort am Wasser heraus zu kommen. Das bescherte dem Radler aber nicht nur die schon gestern genossenen Berglandschaften schon fast hochalpinen Charakters, sondern auch immer wieder wunderbare Ausblicke auf die Küste. Wobei die Bergwertungen heute ebenfalls vom feinsten waren…

kueste

Mal wieder ein gigantischer Ausblick auf die Küste - davon gab es heute reichlich!

Kommt man hier durch Orte, muss man richtig aufpassen, dass man das nicht verpasst,. Die Dörfer sind hier weite Streusiedlungen von vielleicht 20 – 30 Häusern. Man hat sehr stark den Eindruck, dass man so langsam am Ende der besiedelten Zivilisation angekommen ist.

telefon

Eine Telefonzelle in the middle of nowhere - Open Street Map kannte sie!

In Bettyhill gab es die erste Pause in einem Museum – Tourist-Information – Cafe – Vielzweckgebäude. Gerade war mein Cheese-Ham-Toastie gekommen, da sah ich durch das Fenster, wie Frank mich wieder überholte, der heute wieder das selbe Ziel hatte.

Danach merkte man so langsam, wie auch das Land ‘ausrollt’. Die Hügel (die hier allen mit Vornamen Ben heißen) wurden niedriger, das Land flacher. Die letzten 20 km waren wieder fast langweilig, auf fast flachem Land mit viel Landwirtschaft und tausenden von Schafen rechts und links der Straße arrangiert. Zu allem Überdruss erwischte mich hier mal wieder ordentlicher, ausgiebiger Regen.

Daher Gas gegeben und ab nach Thurso, wo mein reserviertes Hostelbett und eine Dusche mich erwarteten. Der letzte größere Ort, 20 Meilen weiter ist mit John O’Groats wirklich das Ende erreicht – dort werde ich morgen sein und die Fähre auf die Orkneys nehmen.

Thurso selbst ist für diese Gegend hier wahrlich eine Großstadt. Eine Hafenstadt, in der im 19. Jahrhundert viel Geld mit Gehwegplatten verdient wurde, die unter anderem in Sydney und Montevideo verbaut sind. Der wirtschaftliche Untergang kam Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Verbreitung von Beton als bevorzugtem Gehwegplattenmaterial. Dieser Hauch vergangener Größe ist hier ganz gut zu spüren – kein besonders attraktiver Ort.

Morgen geht es auf die Orkneys – Schottland ist fast zu Ende!

2 Comments leave one →
  1. 26.07.2010 20:17

    I have just your ferry journey. I nearly fell off my chair laughing as it was so funny. How is Badger?

    • 26.07.2010 21:00

      That was really an adventure! And poor Badger was very wet again, today…. But he loved the views of the last days😉

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