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Im Hinterhof von Rosamunde Pilcher

10.07.2010

Hunstanton – King’s Lynn – Wisbech – Holbeach

96 km

Zu Beginn dieser Etappe standen noch einmal ca. 20 km sinusförmiges Auf- und Abgehügel auf dem Programm. Die Sonne brannte schon wieder ordentlich vom fast wolkenlosen Himmel. Ein bisschen mehr Schwung hatte ich zumindest gefühlt, weil ich meine Kette einer gewissen Pflege unterzogen hatte und ca. 20 Schichten knirschenden Staub und Dreck durch eine feine Ölschicht ersetzt hatte.

Bemerkenswert war ein kilometerlanges Stück Strecke auf boulevardbreiten Asphaltwegen durch lauschigen Wald bzw. eine richtiggehende Parkanlage, sehr royal aussehendes schmiedeeisernes Tor inklusive.

In King’s Lynn war dann zum ersten Mal eine leise Gegenstimmung zur bisherigen südenglischen Cottage-Atmosphäre zu spüren. Wohnviertel, wo im wesentlichen viele Leute zu Hause sind, die vermutlich so gut wie nie die Romantik eines Cottages genießen können. Offensichtlich ist in der Region die Arbeitslosigkeit recht hoch. Auch die Innenstädte hatten so rein gar nichts von der Glanzatmosphäre der bisherigen touristischen Highlights zu bieten.

Der Eindruck verstärkte sich in einem weiteren Städtchen, wo ich Pause machte. Statt Hochglanzfassaden 99p-Läden. Auch den meisten Leuten sah man an, dass sie weniger auf der luxuriösen Seite der Gesellschaft leben.

flach

Flachland - so sah es in Holland im wesentlichen auch aus.

Die Landschaft hatte sich inzwischen komplett verflacht. Der Landstrich hier heißt ‘South Holland’ und der Name ist Programm. Ich kann das ja besonders gut bestätigen, da war ich ja erst vor ein paar Tagen😉 Flache Landschaft, von Kanälen durchzogen.
Hier rollt es sich wenigstens wieder ordentlich, und am Nachmittag schob mich ein sehr freundlich gesinnter Rückenwind vor sich hin.

Den Vogel schoss allerdings wieder die Unterkunft ab. Hier in der Gegend scheint es endlich Campingplätze zu geben. Der erste, der mir in den Weg kam, ist im Hinterhof eines Motels, mit angeschlossener Fast-Food-Bude. Auf dem Parkplatz ein Kampfflugzeug, auf der Wiese zwei Panzer. Das Lokal ist wohl offensichtlich der Stammtreffpunkt von Veteranen. Habe mein Zelt auf jeden Fall schön im Schatten eines Panzers aufgestellt – so ein Plätzchen für mein Zelt werde ich wohl so schnell nicht mehr haben.

panzer

Da fühlt man sich doch gleich wohlbehütet😉 Zelten neben einem Panzer

3 Comments leave one →
  1. Paul permalink
    11.07.2010 17:30

    Hiya, it’s Paul I cycled with you today to Lincoln, I hope you managed to find a room at the YMCA.
    I hope the rest of the journey goes well.
    All the best

    Paul

    • 11.07.2010 20:05

      Hi Paul, no, they don’t take guests just for a night – couldn’t quite understand what was the reason, but the men wasn’t very helpful. So I had to look around quite a while. Two nice people gave me the hint for the Brayford front, and I found a nice and affordable B&B (with WiFi!!!). So everything’s OK! It was nice to cycle with you this last miles to Lincoln🙂 Regards, Dagmar

  2. 11.07.2010 13:10

    Was ist es denn für ein Panzer gewesen?
    Schade, dass Du meinen Ex-WG-Kollegen Markus “Friedensgruppe” Kistner nicht dabei hast, der hätte Dir bestimmt einiges über das Ding erzählen können.
    Grüßle,
    Jürgen
    PS: Hast Du Dich denn dann wenigstens Abends im Pub mit den Veteranen unterhalten?

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