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Lovely

7.07.2010

Bramford – Woodbridge – Framlingham – Halesworth – Beccles

97 km

Ganz so nett schien der Tag nicht zu werden: just als alles bezahlt und gepackt und fertig zum Take-Off war, setzte ein kräftiger Regen der Marke ‘Englischer Landregen’ ein. Ich wartete erst mal ab und um kurz nach neun hatte es dann auch tatsächlich fast aufgehört.

Aber dann schlängelte sich die Strecke wie schon am Tag zuvor an netten englischen Cottages, durch dicht bewachsene Hecken-Alleen vorbei hügelauf- und hügelab durch eine nicht endende Rosamunde-Pilcher-Kulisse. Das einzige, was nicht so ganz den gängigen Klischees entspricht, ist die vorherrschende Farbgebung. OK, die Hecken und Bäume sind wie gewohnt saftig grün, aber die ausgedehnten Rasenflächen genau wie die Getreidefelder von eher blonder Farbe. Offensichtlich hatten die Engländer einen bisher sehr guten Sommer und oben erwähnter Regen machte sich die letzte Zeit sehr rar.

blond

Die vorherrschende Farbe, sobald man in die Ferne blicken kann: blond

In Woodbridge erwischte mich ein zweiter Regenguss, den ich elegant mit einem zu diesem Zeitpunkt sowieso heiß ersehnten Kaffee abfing. Ein sehr nettes Café war an der Plaza und ich leistete mir einen ‘home made’ Carrot Cake, der so gehaltvoll war, dass er mich geschätzt die nächsten 40 km bei Power gehalten hat.

Das wars dann aber mit Regen und den Rest des Tages näherte ich mich meistens mit sehr freundlich gesinntem Rückenwind der nächstgrößeren Stadt Norwich. Feierabend machte ich schlussendlich in der ebenfalls sehr hübschen kleinen Stadt Beccles, wo eine enorm wuchtige Kirche mit 10 (!) Kirchenglocken (Tonleiter über eine komplette Dezime, für die Musiker unter den Lesern) über einem schönen Flußtal thront. Ich fand ein B&B, was ebenfalls erste Sahne ist – mal abgesehen vom Preis… Dafür gab es zum Abendessen eher Low-Budget: mein erstes Fish&Chips-Menü, im Kirchgarten über dem Fluss Waveney genossen. Alles so lovely!

beccles church

Die Kirche von Beccles. Musste meinen äußersten Weitwinkel für das Foto verwenden, sonst hätte sie nicht draufgepasst😉

4 Comments leave one →
  1. 9.07.2010 04:37

    Übrigens ist das bei den Engländern so ähnlich wie bei uns, es gibt sehr “rustikales” Essen aber auch die Briten haben mittlerweile die feine Küche entdeckt. Vorurteile halten sich halt schön lange.

  2. 8.07.2010 10:34

    Quatsch mit Soße. Es gibt nix besseres als in Essig ertränkte Chips mit pampig verkochten Erbsen dazu! Ich empfinde daher Neid, kein Mitleid!

  3. 8.07.2010 07:58

    Also hast du die ersten englischen Kilometer gut hinter dich gebracht🙂

    Ich empfinde übrigens tiefes Mitleid mit dir wenn ich von deinem Abendessen lese.
    In Essig ertränkte Chips sind so ziemlich das letzte worauf es mich gelüsten würde. So ist das eben, andere Länder andere Sitten!

    • 8.07.2010 19:30

      Dafür hatte ich heute in Norwich eine vollbiologische Vollkornwaffeln mit wunderbarem Kichererbsen-Spinat-Curry. Man muss einfach variieren.

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