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Der Abschlussdeich

3.07.2010

Moddergat – Harlingen – Den Oever

115 km

Die Holländer hatten offensichtlich den Schalter gefunden, um die Heizung zu drosseln. Die Temperaturen waren wieder in sehr radelfreundlichen Bereichen und ein netter frischer Wind aus nördlichen Richtungen trocknete den Schweiß, zumeist von der Seite oder schräg von hinten, hurra!

Die Route führte bald in die Provinz Friesland, Groningen war damit durchfahren. Am Landschaftsbild änderte sich wenig, putzige rotgeklinkerte Dörfchen, hin und wieder schattige Alleen und flaches Agrarland mal mit, mal ohne Schafe. Immerhin führte uns die vormittägliche Etappe auf die höchste Erhebung im weiten Umkreis: eine Kirche auf einem 8,80 m hohen Hügel, der noch aus Vor-Deich-Zeiten stammte. Immerhin ein wenig Downhill-Trail, den man beim herunterfahren hatte.

Während einer Pause bekam Graham (mal wieder) Lust, ein Foto zu arrangieren. Unter Zuhilfenahme von netten Anwohnern (sie hielt das Rad, ich fuhr heran während Graham das Foto schoss) gelang ihm dieses geniale Actionfoto:

Action

Hat Graham das nicht genial arrangiert?

Das nette Paar versorgte uns noch mit frischem Wasser, drückte jedem von uns ein Stück leckeren Honigkuchen in die Hand und ließ mich auf ihre private Toilette. Weiter ging es in Richtung Westen.

Nachmittags erreichten wir Harlingen, ein nach der Durchquerung des Industriegebiets nettes Hafenstädtchen am Ijsselmeer. Es sollte eine der größten Herausforderungen der niederländischen Strecke folgen: 35 km geradeaus, direkt neben der Autobahn her. Auf der einen Seite Deich, auf der anderen Seite das Ijsselmeer, das tatsächlich selbst wie ein Meer wirkt. Die Windrichtung allerdings gnädig aus nördlicher Richtung, und durch den Deich fast im Windschatten. Wir konnten meistens ohne Probleme mit 20 – 22 Sachen dahin rollen.

Abschlussdeich

Mal was anderes als lauschige friesische Land- und Dorfatmosphäre

Zu aller Monotonie gesellte sich noch ein ausgedehnter Regenschauer. Nach der Hitze der vergangenen Tage machte mir das allerdings überhaupt nichts aus, selten einem Regenschauer so gelassen ins Auge geblickt. Gerade wegen der sehr speziellen Situation ein außergewöhnliches Radelerlebnis, was wir gut hinter uns brachten.

3 Comments leave one →
  1. 4.07.2010 13:13

    Bei solcher Streckenmonotonie hilft nur gute Musik auf den Ohren, das Lied Autobahn von Kraftwerk zum Beispiel🙂

  2. Ute permalink
    4.07.2010 11:57

    Was ist mit dem Gepäckträger passiert????

    Die andere Ute

    • 5.07.2010 10:30

      Meine Schadenfreude erlitt eben einen Dämpfer, als ich den notdürftig geflickten Gepäckträger eben leider nicht an Daggis Rad verorten konnte. Graham scheint offensichtlich Probleme mit dem GT zu haben. Obs da Zusammenhänge mit den merkwürdigen Satteltaschen gibt?
      (Und das Schadenfreude nix schlimmes sein kann, beweißt ja die Daggi regelmäßig selbst, wenn sie auf meinen gebrochenen Lenker oder meine gebrochene Gabel hinweißt.)

      Viele Grüßle,
      Jürgen

      PS: gabs denn schon andere Defekte?

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