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Deichidylle und Industriehafen

28.06.2010

Cuxhaven – Bremerhaven – Eckwarderhörne

92 km

Morgens um 9 wieder auf der Piste rollte ich zunächst GPS-gesteuert zur bekannten Kugelbake, dem Wahrzeichen Cuxhavens. Zum ersten Mal ‘echte’ Nordseeluft, und es roch so gut!

Kugelbake

Hach, Seeluft!

Danach ging es meisten direkt hinter dem Deich auf sehr gut asphaltierten Wegen weiter. Mal links ein typisches Seebad oder Kühe faul in der Sonne dösend, mal rechts durcheinander blökende Schafe. Die Seebaddichte nahm ab und erst in Dornum-Neufeld bekam ich einen heißersehnten Kaffee, auf der Terrasse von ‘De Koffiestuv’. Weiter Richtung Bremerhaven. Der Wind wurde leider stärker und ich hatte ihn – wie soll das auch anders sein – von vorn. Na gut, dachte ich, nachher fährst Du wieder nach Norden, da klappt das ja mit dem Rückenwind.
Kurz bevor Bremerhaven erreicht wurde, kippte die Szenerie komplett und man befand sich in Sekundenbruchteilen von der beschriebenen Deichidylle in einem lebhaften Industriehafen wieder. Zwar überall mit wirklichem Radweg, aber manchmal war links der LKW von hinten und rechts der LKW von vorn nur durch einen dünnen Zaun von der Radlerin getrennt, die sich ganz verloren mitten diesen Kolossen vorkam. Daneben Güterzüge mit kreischenden Rädern, haufenweise Verkehr – ein heftiges Getöse.
In Bremerhaven bin ich dann nach downtown geradelt um einige Dinge zu besorgen. Die Innenstadt ist eher von der typischen Sorte ‘Alles war kaputt und wir haben das in den 60ern so modern wieder aufgebaut’. Also nicht wirklich pittoresk.
Die Fähre brachte mich auf die andere Seite der Weser. Dort ging es wie gewohnt hinter dem Deich weiter. Aber was sollte das, Wind, noch stärker wie zuvor, und deutlich von vorne? Gemeinheit.
Gut, dass die Strecke bis Eckwarderhörne einen kompletten 180°-Richtungwechsel beinhaltete. Die letzten 15 km waren dann auch mit richtig ordentlichem Rückenwind, eine echte Belohnung für fast einen ganzen Tag mehr oder weniger gegen den Wind geackert. Teilweise hatte ich plötzlich bis zu 26 km/h drauf.
Das Etappenziel, Eckwarderhörne ist – wie der Name schon sagt, eine richtige Land-‘Ecke’: Meer bzw. Watt von drei Seiten. Einen lauschigen Campingplatz gibt es dort mit sehr netten Leuten, die sich gleich rührend um mich kümmerten.

One Comment leave one →
  1. 28.06.2010 21:12

    Man, da werde ich ja richtig neidisch!🙂
    Wir haben letztes Jahr eine Woche in Cuxhaven verbracht, es ist wirklich toll da oben. Durch deine Berichte bekomme ich ja wieder richtig Fernweh.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall weiter viel Spaß! Und ich freue mich auf weitere Reiseberichte!🙂

    Gruß vom Bodensee!
    Wolfgang

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